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Wie ein Gemälde
entsteht… Was… Wenn ich male schwelge ich in Farben. |
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Oft male ich mir innerlich die für mich in dem Moment wohltuendsten Farben aus und bringe sie dann auf die Leinwand. Zum Bsp. werde ich morgens wach und spüre ein intensives Bedürfnis nach Rot. Dann mische ich viele verschiedene Rottöne, manchmal bis zu vierzig, sich nur ganz fein voneinander abhebende Nuancen. Diese lasse ich dann auf der Leinwand ineinander flieβen und miteinander spielen. Ich schwelge dann so lange in den Rottönen, bis ich mich „satt“ fühle. Gemälde Rouge Noir Bei der Zusammenstellung der Farben lasse mich von den Farben selbst und von meinem persönlichen Gefühl für Ästhetik leiten. Dann wieder habe ich innere Visionen von vielen bunten Farben, die in dem Moment für mich irgendwie zusammengehören. Diese innere Momentaufnahme übersetze ich dann mit Pinsel und Farbe und erst am fertigen Gemälde sehe ich, wie meine innere Momentaufnahme in der realen Welt auf der Leinwand wirklich aussieht, nämlich nicht immer so, wie vor dem inneren Auge. Fast so, als gäbe es „Transformationsvarianten“ auf dem Weg von Innen nach Auβen. Ein anderes Mal inspiriert mich ein Raum, den ich sehe, durch seine Energien dazu ein Gemälde zu malen. Die Energien des Raumes nehme ich als Farben wahr und mein Gemälde integriert sich dann in diese Farben oder stellt sie einfach nur dar. Dies ist oft der Fall bei meinen „Inneneinrichtungsbildern“. Gemälde Magic Flower on Location Auch die Farben anderer Menschen lösen innere Bilder bei mir aus. Ebenso Erlebnisse, Gefühle, Worte… eigentlich scheint sich alles aus meinem Umfeld für mich irgendwie in Farben zu „übersetzen“, die ich dann auf die Leinwand bringe. Selten bilde ich etwas direkt ab. Etwas mit dem Auge zu sehen und dann abzubilden interessiert mich weniger. Man muss sich das eher so vorstellen, dass ich etwas sehe, erlebe und dadurch ein Gefühl in mir ausgelöst wird. Dieses Gefühl nehme ich dann als innere Farben und Bilder wahr, die ich dann wiederrum auf der Leinwand ausdrücke. Gemälde Windsonnen Wie…. Manchmal meine ich, ich bin so voller Farben, dass ich gar nicht schnell genug malen kann. Dann male ich ein Bild in einem Rutsch hin. Entweder es bleibt dann so oder es dient als Entwurf, den ich überarbeite. Hauptsache, das Bild ist fest gehalten und verschwindet nicht im inneren Nebel. So etwas kann passieren, wenn man ein inneres Bild nicht schnell genug bemerkt oder festhalten kann, so dass es überlagert wird. Ich arbeite an meinen Gemälden unterschiedlich lang, mal zwei Stunden, mal mehrere Monate. Auβerdem arbeite ich oft an mehreren Bildern gleichzeitig, so dass sich zeitlich vieles überschneidet: Da kreiere ich ein Gemälde, daneben überarbeite ich einen Entwurf oder verfeinere ein fast beendetes. Es kann auch passieren, dass ich mittendrin alles zur Seite stelle und ein ganz neues Bild beginne. Auf Auβenstehende mag das recht chaotisch wirken, ich jedoch brauche den Freiraum, den mir dieses kreative Chaos ermöglicht. Irgendwann kommt dann bei jedem Werk der Punkt, wo ich spüre, dass es fertig ist. Meist hat es dann bereits einen Titel. Die Titel der Bilder fallen mir häufig beim Arbeiten ein, manchmal auch hinterher, selten vorher. Sie haben nicht unbedingt etwas mit dem Inhalt des Bildes zu tun. Sie fallen mir einfach dazu ein. Jedes meiner Gemälde hat einen Titel, denn ein Bild ohne Titel wäre für mich wie ein Kind ohne Namen in die Welt schicken. Interessant finde ich, dass Betrachter die Titel oft ganz anders assoziieren. Überhaupt finde ich es spannend, dass unterschiedliche Betrachter meiner Gemälde diese auch ganz unterschiedlich verstehen. Das was ich ausdrücke ist nicht immer das, was der Betrachter darin erkennt. Es kommt mir eher so vor, als entdeckte er Eigenes darin, so als würde er in einen Spiegel schauen, einen Seelenspiegel. Das gefällt mir. Womit… Ich möchte noch anmerken, dass meine Gemälde im Laufe der Zeit zunehmend gröβer und farbintensiver geworden sind. Ich arbeite mit Ölfarben, die ich ab und zu mit Acrylfarben und gerne auch mit Gold- oder Bronzestaub mische. Ich probiere gerne spielerisch verschiedene Materialien aus, fast immer jedoch in Kombination mit Ölfarben. Sie sind für mich einfach die ausdrucksstärksten und leuchtendsten Farben. Gemälde Fenster zum Hof |
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