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Ich entschloss mich, recht ausführlich auf die einzelnen Stationen meines Privat- und Berufslebens einzugehen, da all meine Entwicklungen und Erfahrungen in meine Arbeit eingeflossen sind und einflieβen. Kunst bedeutet für mich vor allem Selbstausdruck bzw. die Sicht der Welt aus meinen Augen, die natürlich durch die Erfahrungen in meinem Leben geprägt sind. Ich bin Saskia Schanz, geb. am 27.8.1964 in Saarbrücken. Ich bin verheiratet mit meinem Traummann Michael aus Canada und wir haben drei süβe Söhne, Aaron, Tristan und Elias. Nach längerem Suchen habe ich nun glücklich meine Berufung als Malerin gefunden. Nebenbei schreibe ich viel und gerne, Tagebücher, Kindergeschichten und zur Zeit einen Roman. 1964 -83: Was vorher war Eine Journalistin hat mich mal die Frau mit den vielen Berufen genannt. Wie Sie später sehen werden ist das hier mein vierter. Das hängt damit zusammen, dass ich so vieles gerne tue und mich auch nicht gleich für etwas entscheiden und auf einen Beruf festlegen wollte. Bereits als Kind habe ich viel und gern gemalt. Ich liebte bunte Farben. Meine Kunstlehrer waren nicht immer sicher, was sie von meinen „gewagten“ Farbkombinationen halten sollten, mir jedoch gefielen sie , ich war fest davon überzeugt, dass das was meine Fantasie hervorzauberte , so auch richtig war, auch wenn eine Karriere als Malerin noch nicht in Sicht war. Ich schrieb auch damals schon liebend gerne endlos lange Geschichten, am liebsten mit bunter Tinte und über Dinge, die ich so erlebte oder mir ausdachte. Aber einen Beruf daraus machen? Das traute ich mich damals noch lange nicht. Erwähnen möchte ich noch, dass ich eine Weile mit meiner Familie in Brüssel gelebt habe, diese Zeit hat mein Bewusstsein hinsichtlich meiner Weltanschauung erheblich erweitert. Schlieβlich beendete ich 1982 mit dem deutsch-französischen Abitur meine Schulkarriere. Was nun? Gemälde Das Ungeborene 1984 – 1993: Zeit des Reisens und Sammelns… Ich ging für eine Zeit nach Californien und wieder war der Auslandsaufenthalt für meine Persönlichkeitsentwicklung prägend. Ich begegnete dort einer anderen Welt, in der die Kunst als Beruf zum ersten Mal in mein Blickfeld rückte. Dennoch beschloss ich, mich zunächst als Stewardess zu bewerben. Ich bereiste begeistert die Welt und sammelte ohne es damals zu wissen viele Ideen und Impulse für meine heutige Tätigkeit. Noch heute finden sich in meinen Gemälden Eindrücke aus dieser Zeit der Wanderschaft. Die Luxushotels in denen ich damals wohnte, imponierten mir mächtig, alles was nach groβer weiter Welt roch, schien damals für mich die Erfüllung zu sein. Irgendwann lieβ das nach und ich wurde Chefstewardess, um mir eine, wie ich damals fand, wichtigere Aufgabe zu suchen. Ich war die Chefin in der Kabine und ging eine Weile darin auf. Nebenbei entdeckte ich in dieser Zeit meine Freude am Inneneinrichten. Vor allem Asien mit seinen vielen bunten, glitzernden Stoffen und Farben inspirierte mich sehr dazu. Derweil spürte ich, dass das Fliegerleben für mich an Interesse verlor. Ich entschied mich, nebenbei ein Studium als Grundschullehrerin zu absolvieren. Während meines Studiums entdeckte ich meine Freude an Märchen und meine Bewunderung für die Gedanken und Überlegungen der Surrealisten. Ich empfand beides als wohltuende und befreiende Alternative zu den mir bekannten „Lebensregeln und Lebensgesetzen“. Heute finden sich sowohl in meinen Gemälden als auch in meinen Geschichten surreale wie auch fantastische, märchenhafte Elemente und Inhalte. Gemälde Magic Flower Nach meinem ersten Staatsexamen musste ich mich entscheiden: Fliegen oder Schuldienst? Die Entscheidung fiel mir sehr schwer, denn der Glanz und Glamour der Fliegerwelt war mir zu der Zeit noch sehr wichtig. Aber mein Gefühl, dass es doch da noch mehr geben müsse im Leben, siegte. Gemälde Poppy Seed Abschlieβend bleibt zu erwähnen, dass meine Freude am eigenen Malen und Schreiben in dieser Phase meines Lebens im Hintergrund blieb. 1993 - 1999: Suchen und Finden…. Nach meinem Referendariat und zweiten Staatsexamen, das ich mit Auszeichnung abschloss, bekam ich recht bald eine Stelle als Lehrerin an einer Grundschule in Hessen. Mit viel Freude stürzte ich mich in meine neue Aufgabe. Meine erste „eigene“ Klasse führte ich vier Jahre lang durch die Schulzeit. Wir lernten so einiges voneinander. Mit der Zeit wurde meine Arbeit in der Schule leider zunehmend durch die Einschränkungen unseres Schulsystems beeinträchtigt. Ich begann diese mehr und mehr als starres Korsett zu empfinden. Aus meinen Unterrichtserfahrungen entwickelte ich das Konzept des expressiven Lernens, in dessen Mittelpunkt der Selbstausdruck der Kinder in Form von Erzählen, Schreiben und Malen stand. Ich begann zu diesem Thema zu promovieren, musste aber recht bald feststellen, dass in einer wissenschaftlichen Karriere nicht meine eigentliche Erfüllung lag. Ich brach die Arbeit ab. Anmerken möchte ich noch, dass ich in der Zeit des Lehrens und Studierens gelernt habe, meine Gedanken und Ideen, die „kreuz und quer“ aus mir herauskommen, zu sortieren, einzuordnen und zu bändigen. Ich habe gelernt meine vielen Gedankenfragmente zu systematisieren und zu einem Unterrichtskonzept oder einer Schrift zusammenzustellen. Dies kommt mir heute, wo meine Ideen, egal ob Gemälde, Geschichten oder sonstige Einfälle sehr spontan, ungebändigt und in Hülle und Fülle aus mir heraus sprudeln, bei der Einteilung und Organisation meiner Gedanken sehr zu Gute . Ebenso habe ich in dieser Zeit gelernt, mal alles beiseite zu legen und mich mit etwas ganz anderem zu beschäftigen, wenn der Fluss der Geschehnisse ins Stocken geraten ist. Anknüpfend an meine Freude am Dekorieren und Einrichten begann ich zwischenzeitlich als selbstständige Inneneinrichtungsberaterin zu arbeiten. Während dieser Tätigkeit fiel mir immer wieder auf, dass Farben eine entscheidende Rolle bei der Einrichtung von Räumlichkeiten spielen. Die ersten Visionen von farblich ausgewogenen Räumlichkeiten begannen mich nicht wieder loszulassen. Meine ursprüngliche Begeisterung für Farben begann wieder aufzuleben. Gemälde Schnatternde Lebendigkeit on Location Endlich fand ich wieder Muse zum Malen. Einmal begonnen war ich nun kaum noch aufzuhalten. Ich legte mir den Künstlernamen Leonie Ivana zu, um meine Identitäten als Lehrerin und werdende Künstlerin nicht zu vermischen. Ich dachte auch über ein Kunststudium nach, kam aber zu dem Schluss, dass ich genug studiert hatte. Ich wollte lernen, aus meinem Bauch heraus zu malen um meinen Bildern individuelle Schwingungen zu verleihen und so arbeitete ich vorwiegend autodidaktisch. Eine Zeit lang experimentierte ich am liebsten mit allerlei Farben um schlieβlich mein Herz für Ölfarben zu entdecken. Mein künstlerischer Ausdruck machte eine, wie ich fand, rasante Entwicklung. 1999 verspürte ich zum ersten Mal den Mut und das Bedürfnis, meine Bilder präsentieren zu wollen und so kam es im August 1999 zu meiner ersten Einzelausstellung in Zusammenarbeit mit der Galerie Barije in Wiesbaden. Die Gemälde zeigten meine inneren Bilder und Visionen und waren sehr farbenfroh und symbolhaft. Die Ausstellung war ein Erfolg und ich wurde bestätigt, dass ich auf dem für mich richtigen Weg war und demnächst mal wieder eine berufliche Entscheidung anstehen würde. Gemälde Venus aus der Asche Insgesamt hatte ich in dieser Phase meines Lebens viel Gelegenheit, an mir selbst zu arbeiten und so manches über mich als individuelles Selbst zu erfahren. Heute würde ich diese Zeit als eine Suche nach mir selbst bezeichnen und weiβ auch die Erfahrungen dieser Jahre sehr zu schätzen. Als Produkt dieser inneren Arbeit entstand die Serie der Kellerbilder. Meine Kellerbilder sind gegenständliche, beinah naiv wirkende Ölgemälde, die sich künstlerisch mit den „Leichen“ in meinem Innern auseinander setzen. Es stellte sich nämlich heraus, dass ich doch so einiges in meinem Leben verdrängt hatte. Diese verdrängten Inhalte machten sich selbstständig in mir und entwickelten sich zu für mich finsteren Schreckgespenstern. Mit viel schwarzer Farbe brachte ich sie zum Ausdruck und fühlte mich dadurch besser. Gemälde Angst Während dieser Zeit begann ich mich sehr viel lebendiger zu fühlen. Ich hatte das Gefühl, langsam mein Innenleben zu entdecken und dadurch unabhängiger von Urteilen und Richtlinien meiner Umwelt zu werden. Mitauslöser dieser Entwicklung ist meine Begegnung mit der Schicksalslehrerin I.E. Pohlner in 1996. In ihrer Lehre fand ich viele Antworten. Ich entdeckte meine eigene Spiritualität und erlernte die Kunst der Meditation, wodurch eine Tür zu meinem so lange für mich verborgenen inneren Ich aufging. Gemälde Ursprung Bei Frau Pohlner erlernte ich auch den Umgang mit Tarotkarten. Die symbolhafte inhaltliche Fülle der Karten entsprach mir sehr. Ich lernte, die Karten als Spiegel meines Innenlebens zu interpretieren um mich und andere auf diese Weise besser verstehen zu können. In diese Zeit fällt übrigens auch meine erste Ehe, die meinem turbulenten Persönlichkeitswandel nicht standhalten konnte. Nach dem Schmerz und Leid der Trennung begegnete ich meinem neuen Partner und heutigen Ehemann Michael. Endlich hatte ich eine Beziehung gefunden, die auf Liebe und Vertrauen basierte und mich sehr glücklich macht. Durch Michaels Tätigkeit als Astrologe brachte auch er eine Weltanschauung mit, die versuchte sich von den äuβeren Werten zu lösen und sich statt dessen am Inneren der Menschen zu orientieren. Gemälde 2Meere treffen sich auf Sylt 2000 bis 2003 Im Jahr 2000 begannen sich die Ereignisse für mich schlagartig zu überstürzen. Ich wurde schwanger und spontan beschlossen Michael und ich zu heiraten. Das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Ich war jetzt auch privat auf der richtigen Spur angelangt. Wir bezogen gemeinsam die Belle Etage im alten Schloss in Karben - Kloppenheim. Im Dezember heirateten wir und im März 2001 wurde unser Sohn Aaron geboren. Die Freude über diese Ereignisse war und ist unbeschreiblich. Gemälde Explosive Im Schloss richtete ich mir mein Atelier ein. Die Energien dieser alten hohen Räume eignen sich hervorragend um schöpferisch zu arbeiten. Ich habe manchmal das Gefühl mitten in meiner reichen inneren Fantasiewelt zu sitzen, die durch meine Bilder zur Wirklichkeit werden will. Diese Eindrücke und Empfindungen aus meinen traumähnlichen inneren Welten versuche ich künstlerisch darzustellen. Immer mehr löse ich mich dabei von der gegenständlichen und symbolischen Darstellung meiner früheren Bilder. Gemälde Fliederfedern Auβerdem habe ich begonnen, Energien zu visualisieren und künstlerisch darzustellen und diese Gemälde zu Inneneinrichtungszwecken zu verwenden. Aus dieser Idee entwickelte ich 2002 das Konzept der Seelenbilder, welches auf der Idee basiert, mit Hilfe von Farben in Form von Gemälden die Atmosphäre eines Raumes energetisch wohltuend zu beeinflussen.* Gemälde Pineapple on Location Seelenbilder nenne ich diese Gemälde, da die Schwingungen der Seele sich im Laufe der Zeit zum zentralen Thema meiner Malerei entwickelt haben. Das mag auch daran liegen, dass der Begriff Seele vielleicht am ehesten das benennt, wonach ich immer gesucht habe und zum Teil noch suche. Gemälde Träumereien Heute Im September 2003 wurde unser
zweiter Sohn Tristan geboren. Dieses Erlebniss war wunderschön und
sehr spirituell. Die Gemälde In meinem Innern vermischt sich mein gesamtes Denken, Fühlen und Erleben. Diese Schwingungen nehme ich als innere Bilder und Farben wahr. Von dort kommt der Impuls ein Bild zu malen. Ich übertrage ihn auf die Leinwand und lasse mich dabei von meinem Farbinstinkt leiten. So sind folgende Werke entstanden: - Experimente: Aquarell-, Pastell-, Tempera- und Ölgemälde, die ich hier inhaltlich nicht näher zuordnen möchte. - Herzbilder: Ölgemälde, die symbolische Elemente beinhalten und sich mit dem Thema Herz, Identität u.ä. befassen. - Märchenbilder: Ebenfalls gegenständliche, verspielte und märchenhafte Ölgemälde mit fantastischen Elementen.. - Illustrationen meiner Geschichten in Öl und Aquarell. - Kellerbilder ( s. Kap. „Suchen und Finden“ ) - Seelenbilder ( s. Kap. „Gelandet“ ) - Diverses: Ebenfalls nicht konkret zuzuordnende Werke, die zwischenzeitlich immer wieder entstehen. Eine ausführliche Beschreibung meiner Arbeitsweise findet sich in Wie ein Gemälde entsteht. *Näheres hierzu finden Sie in der Broschüre: Seelenbilder, ein Inneneinrichtungskonzept von Saskia Schanz Die Geschichten Manchmal fallen mir auch Geschichten ein. Zu Lehramtszeiten habe ich sie oft für meinen Unterricht geschrieben. Gerne illustriere ich meine Geschichten. Oder es ist ein Bild, das ich gemalt habe, zu dem mir plötzlich eine Geschichte einfällt. Meine Geschichten haben durchweg fantastische und märchenhafte Elemente. So arbeite ich zur Zeit an verschiedenen Bilderbüchern für Kinder und für die Kinder in uns Erwachsenen: Die kleine Spinne Wanda Als die Erbsen tauchen lernten Der kleine Bremsklotz Timmi will mehr haben. Manchmal erlebe ich Geschichten aus meinem Innern sehr intensiv, ich fühle sie, fast so als hätte ich sie selbst erfahren. Dann weiβ ich, dass ich Erlebnisse aus anderen Leben wiedererlebe oder verarbeite. Erst vor kurzem habe ich begonnen, diese Geschichten konsequent niederzuschreiben. Ich führe allerdings seit vielen Jahren ausführlich umfangreiche Tagebücher und fast all meine Geschichten finden sich dort komplett oder z.T. fragmentarisch wieder. Zur Zeit schreibe ich die Geschichte einer jungen Frau nieder, die auf einer Reise nach Dänemark ihrer Vergangenheit begegnet, wodurch sie sich selbst in ihrer gegenwärtigen Lebenssituation finden und verstehen kann. Auβerdem arbeite ich an einem Buch über meine Meinung zur äuβeren und vor allem inneren Selbstständigkeit. |
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